Steuerrecht

Steuern: Grest, Gebühren

Alle Vorgänge im Notariat sind auch auf eventuelle Auswirkungen im Steuer – und Gebührenrecht zu untersuchen. Ob es um die Berechnung, Einhebung und Abfuhr von Gerichtsgebühren für dn Eigentumserwerb, Grunderwerbssteuern oder Immobilienertragssteuern geht  oder um die Vergebührung eines Mietvertrages oder die Gebühren von Unterschriftsbeglaubigungen und Protokollen anläßlich einer Generalversammlung – der Notar ist sensibel für derlei Abgaben! Dies einerseits als Helfer und Mittler von Finanzamt und Gericht, andererseits als Berater für steueroptimale Lösungen.  Wo es allzu kompliziert wird und um langjährige Steuerbefassung geht, wird die Kooperation mit dem kundeneigenen Steuerberater gesucht, erforderlichenfalls auch erstmals Kontakt zu Steuerexperten vermittelt.

Gibt es eine Schenkungssteuer, wenn ja in welchem Ausmaß?

Derzeit (2017) sind nur Immobilientransaktionen steuerpflichtig, Geldschenkungen sind steuerfrei! Für Übertragung von Grund, Haus und Wohnung durch Kauf, Tausch, Schenkung oder Übergabe ist nur die Grunderwerbssteuer beachtlich. Die Gesetzeslage hat sich nach turbulenten Phasen derzeit offenbar stabilisiert: es gibt einen steuerlich begünstigten Familienkreis, erweitert um Lebensgefährten, für den ein Stufentarif gilt: für die ersten 250.000,00 € (innerhalb 5 Jahren) nur 0,5 %, für die folgenden € 150.000,00 ist der Steuersatz 2%, dann erst, (somit über 400.000,00 €) wird’s teuer: 3,5%.

Beim Kauf unter Fremden wird generell 3,5% Steuer vom Kaufpreis fällig, bei Kauf, Übergabe oder Schenkung unter nahen Angehörigen wird der Stufentarif von einem steuerlichen Wert berechnet, welcher ungefähr bei 71,25 % des Verkehrswertes (Marktwert, Kaufpreis) liegt. Die Berechnungen sind einigermaßen kompliziert, aus mehreren Methoden darf die günstigste gewählt werden!

Was ist das Schenkungsmeldegesetz?

Damit Schenkungen trotz Wegfalls der Erbschafts- und Schenkungssteuer von der Finanzverwaltung nachvollzogen werden können und um Umgehungen – vor allem im Bereich der Einkommenssteuer – hinanzuhalten, wurden mit dem Schenkungsmeldegesetz neue Meldepflichten eingeführt. Diese Meldepflichten gelten für Wertpapiere, Bargeld, Unternehmensanteile und Sachvermögen. Meldefrei bleiben Schenkunen unter nahen Angehörigen wenn diese in einem Teitraum von 1 Jahr zusammengerechnet nicht mehr als 50.000,00 € betragen, Schenkungen unter Fremden (dazu gehören auch Lebensgefährten) sind ab 15.000,00 €, zusammengerechnet in einem Zeitraum von 5 Jahren, meldepflichtig.