Sachwalterrecht neu 2018

Das neue Sachwalterrecht tritt mit 1.7.2018 in Kraft. Wer für jemanden anderen vertretungsbefugt ist heißt ab dann Erwachsenenvertreter. Ziel des Gesetzes ist, für jeden Menschen sein Selbstbestimmungsrecht möglichst lange aufrecht zu erhalten. Zur Vertretungsbefugnis kommt man durch Registrierung im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis (ÖZVV) der österr. Notariatskammer, veranlasst durch Notar, Gericht, Anwalt oder Erwachsenenschutzverein. Die Vertretungsbefugnis gilt grundsätzlich für die Dauer von drei Jahren; Wie kommt man zur Vertretungsbefugnis? Die vier Gelegenheiten und Möglichkeiten werden hier in loser Reihenfolge demnächst vorgestellt und beschrieben!

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Wozu Ehevertrag?

Wer in Österreich am Standesamt die Ehe schließt, geht damit einen gesetzlichen Ehevertrag ein. Typischerweise hat der Gesetzgeber mit der Institution Ehe bestimmte persönliche wie auch vermögensrechtliche Rechtsfolgen verknüpft, genauso wie für den Fall der Ehescheidung. Dies betrifft hauptsächlich die Bereiche Namensrecht, Wohnrecht, Haushaltsführung, Unterhaltsrecht, Ehegüterrecht, Erbrecht. Viele dieser gesetzlichen Ehefolgen sind vertraglich und einvernehmlich abänderbar, zum Teil sogar durch tatsächliche Gewohnheiten, zum Teil aber formpflichtig durch Notariatsakt. Einige wenige „Säulen“ des Eherechtes sind jedoch unabdingbar, um noch von einer Ehe sprechen zu können, wie zum Beispiel die eheliche Treue, die Beistandspflicht oder der Schutz vor Gewalt. Ehegüterverträge, welche z.B. die gesetzliche Gütertrennung relativieren oder ändern, sind genauso wie ein Erbvertrag zum Schutz der Betroffenen vor Übereilung oder Unwissenheit über...

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