Was macht ein Notar als Gerichtskommissär in Verlassenschaftsangelegenheiten?

Was macht der Notar als Gerichtskommissär?

Nach dem Tod jedes Menschen sind seine irdischen Güter aufzuteilen. Da niemand berechtigt ist nach eigenem Gutdünken Vermögenswerte eines Verstorbenen an sich zu nehmen, ist ein gerichtliches Verfahren zur Feststellung der Erbberechtigung nötig. Dieses wird in Österreich von den Notaren für das jeweils zuständige Bezirksgericht durchgeführt. Grundlage ist die Todesfallaufnahme mit den Personalien des Verstorbenen und dessen Verwandtschaft im Sinne der gesetzlichen Erbfolge und anhand der Vermögenswerte des Verstorbenen, so weit bekannt. Auch Ausländer, die in Österreich Vermögen hinterlassen, unterliegen der österreichischen Abhandlung. Diesfalls muss der Notar ausländisches Erbrecht anwenden und immer wieder auch Erben ausfindig machen. Notfalls muss für unbekannte Erben ein Kurator bestellt werden. Hinterlässt der Verstorbene Werte von mehr als 4.000,00 Euro (ab 2016: 5.000,00 Euro) ist ein außerstreitiges Verfahren vom Notar durchzuführen. Kosten für das Begräbnis können jedenfalls auch schon vor jeglicher Abhandlung vom Notar aus einem Bankkonto des Verstorbenen freigegeben werden!