Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung: beim Erben, bei Demenz oder Schlaganfall …

MEIN Wille geschehe!

Die zunehmende Lebenserwartung einerseits, Kinderlosigkeit, Singeledasein, Patchworkstrukturen, aber auch das Auftreten von Beeinträchtigungen durch Zivilisationskrankheiten ua. Andererseits, bringen zunehmend Klienten dazu, Vorsorgeregelungen zu treffen. Unser Recht bietet im Wesentlichen drei Möglichkeiten dafür an:

  1. Am Bekanntesten ist wohl das Testament, mit welchem eine Aufteilung materieller Güter im Todesfall geregelt wird. Zu empfehlen, wenn man mit der gesetzlichen Aufteilung nicht einverstanden ist. Form und Inhalt sind wesentlich zur Vermeidung späterer Streitigkeiten unter Erben. Das Auffinden von letztwilligen Anordnungen garantiert eine Eintragung im Zentralen Testamentsregister (ZTR)
  2. Vertretungshandlungen und Entscheidungen im Falle schwerer Beeinträchtigung durch Krankheit, Alter oder Unfall kann man mittels Vorsorgevollmacht vertraglich mit einer Vertrauensperson eigener Wahl regeln. Die Eintragung im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnisses (ÖZVV) sichert die Beachtung und stellt die gerichtliche Bestellung eines Sachwalters hintan.
  3. Die Verweigerung bestimmter medizinischer Behandlungen, Untersuchungen und Operationen lässt sich verbindlich für die Dauer von fünf Jahren in einer Patientenverfügung mit einem Arzt des Vertrauens formulieren.

Das Notariat hat sich als Institution der präventiven Rechtspflege besonders auch für diese Regelungen bewährt! Die fachkundige Beratung ist unabdingbar um zur meßgeschneiderten Lösung für Ihre Situation zu kommen.